Montag, 29 Januar 2018 08:07

Wiha Multi-Taschenlampe im Praxistest

geschrieben von Fabian Richter
© Smarthelpers
Für diesen Test haben wir uns die Wiha Multi-Taschenlampe nicht nur genau angesehen, sondern diese auch einige Monate bei all unseren Projekten aktiv eingesetzt. Welche Funktionen die kompakte Lampe mitbringt und ob diese für den rauen Dauereinsatz geeignet ist, klären wir in diesem Test.
 

Wiha Multi-Taschenlampe Lieferumfang

Die Wiha Multi-Taschenlampe (Link) wird zusammen mit drei AAA-Batterien und einer leicht verständlichen Bedienungsanleitung ausgeliefert.

Wiha Multi-Taschenlampe Details

Die Wiha-Multi-Taschenlampe bietet zahlreiche interessante Details und praktische Funktionen. So kann der vordere Teil der Lampe stufenlos gedreht werden, bis dieser im 90° Winkel zur Seite zeigt. Neben einer zweistufig dimmbaren LED mit maximal 310 Lumen Leuchtkraft, ist auch eine UV-Lampe mit 400mW Ausgangsleistung in die kompakte Taschenlampe integriert. Darüber hinaus befindet sich ein Kategorie-2-Laser mit einer Leistung von 0,4-1mW in der Lampe, welcher eine maximale Messabweichung von +/- 2 ° aufweisen soll. Die drei für den Betrieb benötigten LR03 / AAA-Batterien (Link) werden per Batterieträger in das Aluminiumgehäuse eingeschoben. Im massiven Batteriefach-Schraubverschluss ist zudem ein leistungsstarker Magnet integriert, welche die Lampe im Test hervorragend am metallischen Objekten festhielt.

Wiha Multi-Taschenlampe Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach. Hierfür wird zuerst der Gehäusedeckel am Ende der Taschenlampe abgeschraubt und der Batterieträger entfernt. Dieser muss nun mit den mitgelieferten Batterien bestückt und wieder in das Taschenlampengehäuse eingeschoben werden. Beim Einlegen der Batterien unbedingt auf die richtige Polung achten. Wurde der Batterieträger in Pfeilrichtung eingeschoben, kann der Deckel wieder aufgeschraubt werden. Nun kann die eigentliche LED-Lampe über die Powertaste aktiviert werden. Wird die Taste einmal betätigt, leuchtet die Lampe mit rund 100 Lumen, ein zweiter Tastendruck schaltet auf die zweite Leuchtstufe um, bei der die LED mit knapp 310 Lumen leuchtet. Die UV-Lampe wird über einen zweiten Taster aktiviert, welcher mit einem Dreieck markiert ist. Wird diese Taste etwas länger als 2 Sekunden gedrückt gehalten, schaltet sich der integrierte Laser ein.

Wiha Multi-Taschenlampe Praxiserfahrungen

Die Wiha Multi-Taschenlampe begleitete uns knapp sechs Monate bei unseren Projekten, wo sie hauptsächlich für die Ausleuchtung von Schaltkästen und Unterputzdosen genutzt wurde. Besonders bei Schaltkästen zeigte die smarte Lampe, dass ein magnetischer Halter und ein schwenkbarer Kopf extrem praktisch sein können. Durch die glatte, eloxierte Oberfläche der magnetischen Batteriefachkappe passierte es uns in der Praxis hin und wieder, dass wir die Lampe unbeabsichtigt mit dem Ellenbogen von der Metalfläche des Verteilerkastens schoben. Hier wäre es super, wenn Wiha einen rutschhemmenden Schutzüberzieher aus Silikon mitliefern bzw. extra anbieten würde. Die integrierte UV-Lampe kann UV-Licht mit einer Wellenlänge von 390-400 Nanometer (UV-A) wiedergeben. Damit eignet sich das abgegebene Licht zum Beispiel zur Lecksuche in Verbindung mit fluoreszierenden Kontrastmitteln. Zur Geldscheinkontrolle eignet sich die Lampe wiederum nicht, da diese ihre Geheimnisse erst bei einer Wellenlänge von 365 Nanometer preisgeben. Der eingebaute Laser funktionierte im Test wunderbar. Beim Dauertest der LEDs wurde das Aluminiumgehäuse der Lampe, auch bei hoher LED-Leuchtleistung, nur handwarm. Die Drehmechanik der LED-Kopfes, wie auch die Bedientasten, funktionierten nach einem halben Jahr Nutzung immer noch einwandfrei.

Wiha Multi-Taschenlampe Energieverbrauch

Bei der Nutzung der Lampe notierten wir uns stets die jeweiligen Laufzeiten, um einen groben Überblick über die zu erwartenden Leuchtdauer zu erhalten. Je nach Batteriequalität/Kapazität hielt die Lampe im Mischbetrieb für bis zu 10 Stunden durch. Ab 8 Stunden fiel uns aber ein zunehmender Helligkeitsverlust auf. Für unseren finalen Test nutzten wir VARTA Industrial-Batterien (Link).
 

Fazit: Was bleibt zu sagen?

Die Wiha Multi-Taschenlampe (Link) erwies sich im Test als vielseitig einsetzbare, praktische und gut verarbeitete Lösung für den Profi- und Privateinsatz. Der Magnetfuß in Verbindung mit dem verstellbaren Lampenkopf macht die Lampe vor allem für KFZ-Mechaniker, Elektriker und Metallbauer interessant. Die LED-Leuchtstärke erwies sich als optimal für den Einsatz am Schaltkasten, oder unter dem Auto. Auch die UV-Lampe funktionierte im Test gut. Die integrierte 390-400-Nanometer-UV-LED schränkt den Anwendungsbereich jedoch leider ein wenig ein. Eine 365-Nanometer-UV- LED hätte das Einsatzgebiet, jedoch wohl auch den Preis, deutlich erweitert.  Nichtsdestotrotz sind wir uns sicher, dass Hand- und Heimwerker lange Freude an der Lampe haben werden.
Letzte Änderung am Montag, 29 Januar 2018 18:44

Fabian Richter

Fabian Richter ist ein Technikverrückter der ersten Stunde. Die Kombination aus einem Studium der technischen Informatik mit der früheren Ausbildung zum Anlagenmechaniker ermöglicht ihm eine ganzheitliche Sicht auf nahezu alle Bereiche der Technik. In den letzten Jahren war er im Bereich der Hardwareentwicklung und der technischen PR tätig...