Freitag 26 April 2019

Toshiba Exceria PRO 256GB N502 SDXC II-Karte im Praxistest

Toshiba Exceria PRO 256GB N502 SDXC II-Karte im Praxistest © Smarthelpers.de
Die Toshiba Exceria PRO 256GB N502 - SDXC II-Karte soll modern ausgestatteten Fotografen, Filmern und Leistungsenthusiasten genug Leistungsreserven bieten, um hochauflösendes Bildmaterial in kürzester Zeit abspeichern zu können. In unserem Test klären wir, welchen praktischen Nutzen die leistungsfähige Karte bei der täglichen Arbeit bieten kann.
 

Toshiba Exceria PRO Lieferumfang

Die Toshiba Exceria PRO 256GB N502 - SDXC II-Karte (Link) wird zusammen mit einem Aktivierungscode für die „LC Technologie Data Recovery Software“ und einer kleinen Aufbewahrungsbox ausgeliefert.

LC Technologie Data Recovery Software

Die optisch leicht angestaubte Software erlaubt das Wiederherstellen von gelöschten Kartendaten, was im Test auch funktionierte. Nach dem Herunterladen der Software über die angegebene Internetadresse, muss diese registriert und aktiviert werden. Nach der Erstaktivierung kann die Software dann bis zu dreimal erneut aktiviert werden. Eine Einschränkung der Nutzungszeit konnten wir nicht feststellen, obwohl Toshiba auf der Verpackung einzig eine für 365 Tage lauffähige Version verspricht.

Toshiba Exceria PRO Geschwindigkeit

Der für unseren Test verwendete UHS-3 Kartenleser von V-Top ermöglichte augenscheinlich nicht die volle Ausnutzung der maximalen Kartengeschwindigkeit. Als Testsoftware kam das Heise-Programm „h2testw“ zum Einsatz, welches die Karte zuerst komplett mit Daten beschrieb und danach die Lesegeschwindigkeit, durch Auslesen der Daten, ermittelte. Aus unserer Sicht lassen sich mit diesem Programm ganz hervorragend praxistaugliche Werte ermitteln. Wie bereits erwähnt, stellte bei unserem Test augenscheinlich der Kartenleser den Flaschenhals beim Geschwindigkeitstest dar. Denn sowohl mit der Toshiba Exceria PRO 256GB N502 - SDXC II-Karte als auch mit der Toshiba Exceria PRO 128GB SDXC II-Karte erreichten wir eine Lesegeschwindigkeit von maximal 198 Megabyte pro Sekunde. Die maximale Schreibrate der N502 lag bei 137 Megabyte pro Sekunde. Nichtsdestotrotz hervorragende Werte, wenn man diese z.B. mit einer aktuellen und durchaus schnellen Toshiba Exceria PRO – Micro-SD-Karte (85,1MB/S Lesen & 75,9MB/s Schreiben) oder einer Samsung EVO Plus128GB-Micro-SD-Karte (85,0MB/S Lesen & 61,6MB/s Schreiben) vergleicht. Im Vergleich zum gewöhnlichen USB 3.0 -  SD-Kartenleser von U-Green erreichte der vergleichsweise günstige V-Top-Kartenleser eine um bis zu 2,4-fach höhere Lesegeschwindigkeit, dank UHS-3 Unterstützung. Alle Messergebnisse haben wir in der folgenden Tabelle festgehalten.
 
Marke Model Kapazität  H2TestW Zeit Schreiben H2TestW Zeit Schreiben H2TestW Lesen H2TestW Zeit Auslesen Schnittstelle
Toshiba Exceria PRO 256GB N502 256 GB 137,1 MBytes/s 29 Min.45 Sek 198 MBytes/s 20Min.32Sek. UHS-3
Toshiba Exceria PRO 128 GB 128 GB 160 MBytes/s 12 Min.40 Sek. 198 MBytes/s 10Min.17Sek. UHS-3
Samsung Evo Plus 128 Micro SD 128 GB 61,6 MBytes/s 33 Min. 2 Sek 85 MBytes/s 23Min.55Sek. UHS-2
Toshiba Exceria PRO 128 Micro-SD 128 GB 75,8 MBytes/s 26 Min.49 Sek. 85,1 MBytes/s 23Min.55Sek. UHS-2
 
 

 

 

 

 

 

 

Toshiba Exceria PRO Praxiseinsatz

Die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten der Toshiba Exceria PRO 256GB N502 machte sich im Test, zumindest rein subjektiv, auch bei unserer Sony Alpha 7R2-42MPx-Kamera bemerkbar, obwohl diese über keinen UHS-3 Kartenslot verfügt. Denn trotz fehlender UHS-3-Unterstützung ermöglichte die extrem schnelle SDXC II -Karte die volle Ausschöpfung der maximal von der Kamera unterstützten Übertragungsrate. Fotos mit 42 Megapixeln Auflösung aber auch 4K-Videoaufnahmen landeten schnell auf der Karte. Laut Toshiba eignet sich die Karte zudem für Videoaufnahmen im 8k-Format – mangels passender Kamera konnten wir dies jedoch nicht testen. Der aus unserer Sicht größte Vorteil zeigte sich jedoch bei der mittlerweile unverzichtbaren Nachbearbeitung der Fotos per Adobe Lightroom und Co.
 

Vorteile mit Lightroom und Co.

Denn beachtliche Zeitgewinne zeigten sich beim Import von Fotos und Videos. Hier importierten wir Daten von der Exceria PRO 256GB N502 mehr als doppelt so schnell als mit unseren UHS-2-Vergleichskarten von Samsung oder Toshiba. Diese enorme Zeitersparnis relativiert, im täglichen Praxiseinsatz, rasch den durchaus üppigen Anschaffungspreis der Karte, da, dank der hohen und stabilen Übertragungsgeschwindigkeiten, enorm viel Arbeitszeit eingespart werden kann. Wie bereits im vorangegangenen Abschnitt erwähnt, erreichten wir die hohen Lesegeschwindigkeiten von kontinuierlichen 198 Megabyte pro Sekunde mit einem Kartenleser, welcher die volle Leistungsfähigkeit der Karte augenscheinlich nicht ausreizen konnte. Mit zunehmend besser werdenden UHS-3-Kartenlesern, sollte sich der Geschwindigkeitsgewinn also noch weiter steigern können. Gut gefiel uns zudem, dass die Karte, auch nach Abschluss unserer ausgiebigen Leistungstest, keine erkennbare Temperaturerhöhung aufwies. Einer Langlebigkeit scheint also nichts im Weg zu stehen.
 

Fazit: Was bleibt zu sagen?

Die Toshiba Exceria PRO 256GB N502 - SDXC II-Karte (Link) zeigte sich im Test als hervorragende Speicherkarte für Fotografen, Filmer und Leistungsenthusiasten. Die erreichten Geschwindigkeiten waren durchweg stabil und zu jeder Zeit bzw. bei jedem Füllungsgrad abrufbar. Im Test zeigte sich, dass die Karte vor allem beim Importieren von Fotos eine enorme Zeitersparnis ermöglichte. Hier verkürzte sich die Importzeit um das 2,4-fache im Vergleich zu schnellen UHS-2 Karten. Fotografen und Videofilmer sollten also auch dann einen Blick auf die Karte werfen, wenn die eigene Kamera keine UHS-3-Unterstützung mitbringt. Aufgrund der gezeigten Leistung und der enormen Zeitersparnis im Praxiseinsatz, hat sich die Toshiba Exceria PRO N502 - SDXC II - Karte klar unseren Performance Award verdient.
 
Letzte Änderung am Samstag, 13 April 2019 09:03
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Fabian Richter

Fabian Richter ist ein Technikverrückter der ersten Stunde. Die Kombination aus einem Studium der technischen Informatik mit der früheren Ausbildung zum Anlagenmechaniker ermöglicht ihm eine ganzheitliche Sicht auf nahezu alle Bereiche der Technik. In den letzten Jahren war er im Bereich der Hardwareentwicklung und der technischen PR tätig...

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