Glyph: Virtual-Reality-Brille und Headset verschmelzen

  • Donnerstag, 20 Februar 2014 01:00
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Glyph Virtual-Reality-Brille Glyph Virtual-Reality-Brille ©Glyph

Displays in Form von Virtual-Reality-Brillen mit 3D-Funktionalität, wie die Oculus Rift oder Sonys HMZ-T3W, erhalten als eine der derzeit spannendsten Neuerungen viel Aufmerksamkeit. Aufgrund der Abschirmung von außen lassen diese Geräte den Anwender - viel mehr als reguläre Standmonitore - im Geschehen versinken.

Einen Schritt weiter geht die als „Glyph" bezeichnete Lösung von Avegant, die sich als besonders vielfältiger Vertreter seiner Art als ganztägiger Alltagsbegleiter empfehlen möchte: Durch einen jederzeit herunterklappbaren Kopfbügel dient das Gerät entweder als klassisches Headset, einschließlich integriertem Mikrofon, oder lässt den Anwender audiovisuell in multimediale, virtuelle Welten eintauchen. Dabei unterstützt es durch die Verfolgung der Kopfbewegung per Sensor, eine 360° Rundumsicht und eine Anpassungsmöglichkeit der Darstellung für Brillenträger.

Als Highlight bewirbt der Hersteller das „Virtual Retinal Display", bei dem das Bild im Gegensatz zu herkömmlichen VR-Brillen, über zwei Millionen winziger Spiegel direkt auf die Netzhaut des menschlichen Auges geworfen wird. Das soll für ein deutlich schärferes Bild als bei vergleichbaren Lösungen sorgen, bei denen einzelne Pixel nicht mehr zu erkennen sind. Erste Tests von Vorserienexemplaren der Glyph scheinen dies zu bestätigen und versprechen der Bezeichnung eher gerecht zu werden als das, was derzeit unter dem Namen „Rentina-Display" angeboten wird.

Die Stromversorgung der Glyph erfolgt über einen integrierten Akku oder den Micro-USB-Anschluss. Video- und Audiosignale werden über einen HDMI- oder einen 3,5 mm Klinkenstecker übertragen, so dass ein Einsatz in allen multimedialen Alltagsbereichen möglich wird: Vom Smartphone über Notebook oder die heimische Spielekonsole bis hin zum TV-Receiver oder dem MP3-Player.

Finale Spezifikationen sind derzeit noch nicht bekannt. Allerdings können Interessenten das Unternehmen noch für wenige Stunden auf Kickstarter unterstützen und sich ab $499 eine Beta-Version sichern, deren Maße im Vergleich zur auf dem Bildmaterial gezeigten Alpha-Version noch einmal verringert werden sollen. Die beiden Displays sollen zunächst jeweils über eine 720p Auflösung verfügen. Weitere Spezifikationen der voraussichtlich im Dezember 2014 erhältlichen Vorabversion können der Projektseite auf Kickstarter.com entnommen werden.

Quelle: Kickstarter.com -- Bildrechte: Avegant.com

Letzte Änderung am Freitag, 25 April 2014 16:52
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Kai Tubbesing

Kai Tubbesing ist journalistisch für verschiedene Publikationen aus dem IT- bzw. Hardware-Bereich tätig, darunter Tom’s Hardware, wo seine Beiträge in mehrsprachigen Übersetzungen ein internationales Publikum erreichen. Neben einer seit jeher bestehenden Faszination für alle Bereiche neuer und neuester Technologien bildet die Beschäftigung mit den kognitiven Fähigkeiten künstlicher Intelligenzen einen Schwerpunkt seines Interesses. Aus journalistischer Sicht ist ihm daran gelegen, das Feuer seiner eigenen Begeisterung für innovative Produkte auch innerhalb der Leserschaft zu entfachen. 

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