Ratgeber: AC-WLAN Nachrüstung leicht gemacht

Ratgeber: AC-WLAN Nachrüstung leicht gemacht © Smarthelpers
Moderne Netzwerkrouter bieten mittlerweile enorme WLAN-Geschwindigkeiten. Wer jedoch in den Genuss der schnellen Funktechnik kommen möchte, der benötigt ein passendes AC-WLAN-Modul für seinen PC, den Laptop oder auch das Tablet. In diesem Ratgeber stellen wir verschiedene Nachrüstmöglichkeiten vor und beschreiben deren Einrichtung. Wie bei unserem Powerbank-Ratgeber (Link), wird auch dieser Artikel stetig um weitere Produkte erweitert werden.
 

Praxistipp: WLAN-Adapter richtig ausrichten

Egal ob Router, externer USB-Adapter oder eingebaute PCIe-Karte - WLAN-Geräte sollten nach Möglichkeit immer gezielt ausgerichtet werden, damit eine optimale Datenrate erreicht werden kann. Bei USB-Adaptern kann eine USB-3.0-Verlängerung (Link) oder auch ein längeres USB-3.0-Kabel (Link) äußerst hilfreich bei der Ausrichtung sein. Bei Routern und Geräten mit beweglichen Antennen sollte die optimale Antennenposition durch Austesten von verschiedenen Antennenanordnungen herausgefunden werden.
 

Der D-Link DWA-192 USB 3.0 Adapter

DWA-192 Inbetriebnahme

Die kleine WLAN-Kugel wird bequem per USB-3.0-Kabel an den PC, den Laptop oder auch an das Windows-Tablet angeschlossen und ist nach der Treiberinstallation sofort einsatzbereit. Ist kein CD-Laufwerk vorhanden, kann der benötigte Treiber von der D-Link-Webseite (Link) heruntergeladen werden. Nach dem Starten der Setup.exe wird man von der Installationsroutine Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess geleitet. Wichtig: Der besagte Treiber sollte noch vor dem ersten Einstecken des DWA-192-Adapters in den USB-Port installiert werden. Nach der Installation kann der DWA-192 eingesteckt werden. Nach wenigen Sekunden leuchtet der Mittelteil der Kugel blau auf und zeigt damit die Betriebsbereitschaft an. Die besagte LED-Beleuchtung kann bei Bedarf sogar abgeschaltet werden. Hierfür steht eine Taste neben dem USB-Port zur Verfügung. Neben der LED-Taste, findet sich auf der anderen Seite des USB-Ports auch eine WPS-Taste, welche zum unkomplizierten Verbinden mit einem Router genutzt werden kann. 

DWA-192 Geschwindigkeit

Wir testeten den WLAN-Adapter zusammen mit dem Microsoft Surface PRO Tablet und dem TP-Link Touch P5 Router (Link).
 
Tipp: Im Test zeigte sich, dass die besten Datenraten immer dann erreicht wurden, wenn der Adapter bereits beim Hochfahren des Betriebssystems angeschlossen war. Bei eventuellen Geschwindigkeitsproblemen kann ein Neustart also durchaus hilfreich sein.
 
Unsere 3,74 Gigabyte große Testdatei konnte per DWA-192-Adapter in einer Minute und 27 Sekunden gesendet und in einer Minute und 29 Sekunden empfangen werden. Die maximal ermittelte Geschwindigkeit lag bei rund 53 Megabyte pro Sekunde. Für das Übertragen der gleichen Datenmenge, jedoch aufgeteilt auf 380 Einzeldateien, wurden zwei Minuten und sechs Sekunden beim Senden und eine Minute und 45 Sekunden beim Empfangen verbraucht. Hier lag die maximale Übertragungsgeschwindigkeit bei knapp 41 Megabyte pro Sekunde. Die Daten wurden jeweils von einer SSD gelesen und auf eine SSD geschrieben. Der Abstand zwischen Router und D-Link DWA-192 (Link) betrug rund 5 Meter mit zwei dazwischenliegenden Wänden. 
 
Bei der reinen AC-WLAN-Verbindung zwischen dem am Surface PRO genutzten D-Link-DWA-192-Adapter und der im Testrechner (Link) eingebauten TP-Link Archer T9E-PCIe-Karte vergingen zwei Minuten und 21 Sekunden beim Senden und zwei Minuten und 56 Sekunden beim Empfangen der 3,74 Gigabyte großen Testdatei. Ähnlich schnell waren die 380 Einzeldateien übertragen. Hierfür vergingen zwei Minuten und 49 Sekunden beim Senden und drei Minuten und 57 Sekunden beim Empfangen der Dateien.

Fazit zum D-Link DWA-192

Die kleine schicke WLAN-Kugel bietet gute Datenraten bei vergleichsweise geringem Anschlussaufwand. Im Test funktionierte der WLAN-Adapter wunderbar und ohne Verbindungsabbrüche. Besonders Laptop und Windows-Tabletnutzer können ihre Geräte mit dem D-Link DWA-192 (Link) in Windeseile auf die schnelle AC-Netzwerkanbindung umrüsten. In der Praxis sollte jedoch beachtet werden, dass die Leistungsfähigkeit von USB-Adaptern stark von der Performance des jeweils genutzten Computers abhängt. Es kann also vorkommen, dass bei sehr schnellen Computern deutlich höhere, bei langsamen Rechnern jedoch auch niedrigere Datenraten erreicht werden.
 

Die TP-Link-Archer T9E PCIe-Karte

Mit dem TP-Link-Archer T9E haben wir eine PCIe-Karte im Test, welche direkt in einen PC eingebaut wird. Die aufgrund ihrer massiven Kühlkonstruktion sehr robust wirkende Karte wird zusammen mit drei Antennen, einer Extrablende für flache Gehäuse, einer Treiber-CD und der Bedienungsanleitung ausgeliefert.

Der TP-Link - Archer T9E Einbau

Die Archer T9E-Karte benötigt einen freien PCI-Express-X1-Slot auf dem Mainboard, um funktionieren zu können. Sollte kein PCIe X1-Slot vorhanden sein, kann die Karte auch bedenkenlos in einem X4-, X8- oder X16-Slot betrieben werden. Für den Einbau muss einzig die PCI-Slotblende vom Gehäuse entfernt, die Karte vorsichtig in den PCI-Express-Slot eingesteckt und festgeschraubt werden. Damit das Gehäuse beim Einbau geerdet bleibt, sollte die Netzverbindung nicht von der Steckdose getrennt, jedoch der Netzschalter am Netzteil deaktiviert werden. Elektrostatische Aufladungen können hierdurch vermieden werden.

TP-Link - Archer T9E Inbetriebnahme

Wurde die Archer T9E-Karte eingebaut, kann der Computer gestartet und die zugehörige Treibersoftware installiert werden. Ist kein CD-Laufwerk vorhanden oder soll der aktuellste Treiber zum Einsatz kommen, sollte dieser von der TP-Link-Webseite (Link) heruntergeladen werden. Nach dem Starten der Setup.exe leitet einen die Installationsroutine Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess.

Archer T9E Geschwindigkeit

Die Archer T9E-Karte testeten wir unter den gleichen Bedingungen wie den D-Link-DWA-192-Adapter. Für die Übertragung unserer 3,74 Gigabyte großen Testdatei vergingen eine Minute und 32 Sekunden beim Senden und eine Minute und 19 Sekunden beim Empfangen der Datei. Die höchste ermittelte Datenrate lag bei 56 Megabyte pro Sekunde. Beim Übertragen der gleichen Datenmenge, jedoch aufgeteilt auf 380 Einzeldateien, vergingen einen Minute und 29 Sekunden beim Senden und eine Minute und 19 Sekunden beim Empfangen der Dateien. Die höchste hierbei ermittelte Datenrate lag hier bei 58 Megabyte pro Sekunde.
 
Bei der reinen AC-WLAN-Verbindung zwischen dem am Surface PRO genutzten D-Link-DWA-192-Adapter und der im Testrechner eingebauten TP-Link Archer T9E-PCIe-Karte vergingen zwei Minuten und 21 Sekunden beim Senden und zwei Minuten und 56 Sekunden beim Empfangen der 3,74 Gigabyte großen Testdatei. Ähnlich schnell waren die 380 Einzeldateien übertragen. Hierfür vergingen zwei Minuten und 49 Sekunden beim Senden und drei Minuten und 57 Sekunden beim Empfangen der Dateien.

Fazit zum TP-Link Archer T9E

Während USB 3.0 – Adapter optimal zum Nachrüsten von schnellem AC-WLAN bei Notebooks und Windows-Tablets geeignet sind, stellen PCI-Express-Karten aus unserer Sicht die optimale Wahl für den festen Einbau im PC dar. Die Karten verschwinden unauffällig im Computergehäuse und bieten dabei stabile und durchweg hohe Datenraten. Ein wenig technisches Verständnis sollte man für den Einbau jedoch mitbringen bzw. den Karteneinbau von einem Fachmann erledigen lassen. Besonders Besitzern einer Selbstbau-NAS (Link), eröffnet eine Karte wie die TP-Link Archer T9E (Link) ganz neue Möglichkeiten für den Aufstellort ihres Heimspeichers. Ein LAN-Kabel wird bei den gezeigten Datenraten nämlich nicht mehr zwingend benötigt. Die TP-Link Archer T9E funktionierte im Test tadellos. Die Daten wurden schnell übertragen und die Verbindung blieb jederzeit stabil. Für den PC sehr zu empfehlen.
 
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Letzte Änderung am Freitag, 24 Juni 2016 13:44
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Fabian Richter

Fabian Richter ist ein Technikverrückter der ersten Stunde. Die Kombination aus einem Studium der technischen Informatik mit der früheren Ausbildung zum Anlagenmechaniker ermöglicht ihm eine ganzheitliche Sicht auf nahezu alle Bereiche der Technik. In den letzten Jahren war er im Bereich der Hardwareentwicklung und der technischen PR tätig...

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