Freitag, 07 März 2014 01:00

Gigabyte SkyVision – Mit Full HD durch die Luft

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Gigabyte WS100 Gigabyte WS100 ©Smarthelpers

Full HD 1080P verlustfrei per Funk übertragen - was vor einigen Jahren noch als unmöglich galt, ist heute für relativ kleines Geld zu haben. Mit dem Gigabyte SkyVision WS100 haben wir ein solches unsichtbares „HDMI-Kabel“ im Test.

Sobald Blu-ray-Player, HD-Receiver oder auch der HTPC nicht in unmittelbarer Nähe zum Fernseher stehen oder ein Beamer zum Einsatz kommt, reicht das Standard-HDMI-Kabel meist nicht mehr aus. In diesen Fällen wird oftmals zu einem extra langen HDMI-Kabel gegriffen. Dieses muss verlegt werden, was weitere Kosten und vor allem deutlich höheren Aufwand verursacht. Dazu kommt, dass mit zunehmender Entfernung – je nach Kabelgüte - die Übertragungsqualität abnimmt. Dies kann dann zu sogenannten Fragmenten oder auch zum totalen Bildausfall führen.

Lieferumfang

Genau an dieser Stelle setzt Gigabyte mit dem WS100 an. Das Set besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus dem HDMI-Stick, welcher in die HDMI-Buchse des Quellgerätes gesteckt wird und zum anderen aus dem Empfangsteil, das über ein HDMI-Kabel mit dem TV oder Beamer verbunden wird. Die Stromversorgung wird per USB-Anschluss sichergestellt. Alle benötigten Kabel liefert Gigabyte gleich mit. Dem Lieferumfang liegen sowohl ein HDMI- als auch ein Micro-USB-Kabel bei. Für den Empfänger sieht Gigabyte ein separates Netzteil mit Mikro-USB-Anschluss und 10 Watt Ausgangsleistung vor. Dieses wird natürlich auch mitgeliefert. Wem die Informationen der Kurzanleitung nicht ausreichen, der findet auf der beiliegenden CD eine mehrsprachige PDF-Bedienungsanleitung. Das finden wir vorbildlich.

Mit Leichtigkeit zum kabellosen Bild

Beim Test des „Himmelskabels“ waren wir zugegebenermaßen wirklich erstaunt, wie unkompliziert die Einrichtung vonstatten ging. Sender in den HDMI-Ausgang des Sendegerätes stecken und mittels USB-Kabel mit Strom versorgen, danach das gleiche Spiel beim Empfangsgerät - und fertig war die Einrichtung. Eine Meldung auf dem Fernseher rief uns zu etwas Geduld auf, zeitgleich zeigte die eingebaute blaue LED an, dass sich die Geräte miteinander verbinden. Wenige Sekunden später war das Bild da – und welch Wunder - der Fernseher wurde vom HTPC auch als solcher erkannt.

Blu-ray und die Kopierschutzkette

Bis zu dieser Stelle war also kein Unterschied zu einer herkömmlichen Kabelverbindung zu erkennen. Doch was passiert, wenn eine Blu-ray abspielt werden soll? Kurz zur Erklärung: Wird eine Blu-ray abgespielt, werden nicht nur Video und Audiodaten an den Fernseher übertragen. Bevor man die tollen Bilder genießen kann, wird erst einmal geprüft, ob die Verbindung zwischen dem Abspiel- und dem Wiedergabegerät sicher ist. Diese Absicherung wird HDCP abgekürzt und soll Raubkopierern das Leben schwer machen. Wir waren also umso gespannter, ob die Kopierschutzkette auch per Funk funktionieren würde. Kurz und knapp: Es funktioniere tadellos. Bild und Ton kamen ohne erkennbare Verzögerung oder störende Fragmente bei unserem Fernseher an und der Film lief vom Anfang bis zum Ende fehlerfrei.

Richtige Platzierung

Abdecken sollte man die Geräte jedoch nicht. Zum einen, weil sich dadurch die Bildqualität deutlich verschlechtert, bzw. die Übertragung ganz abreißt. Zum anderen, weil sowohl die Temperatur des Senders, als auch die des Empfängers im Betrieb deutlich ansteigt. So ermittelten wir bei der Temperaturmessung, nach rund zwei Stunden Übertragungszeit, sowohl bei der Sendeeinheit, als auch beim Empfänger rund 50°c Gehäusetemperatur. Da diese Temperatur bei steigenden Raumtemperaturen weiter zunimmt, sollte auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden.

Energieverbrauch

Bedenkt man, dass zwischen Sender und Empfänger 10m Entfernung liegen dürfen, erscheinen die 2,5W Energieverbrauch der Sendeeinheit und die mit 10W angegebene Eingangsleistung des Empfängers durchaus in Ordnung. In unserem Testaufbau wurde sogar deutlich weniger verbraucht. So kam der Stick, der mit Hilfe des mitgelieferten Micro-USB-Kabels an einem normalen USB-Port angeschlossen war, mit lediglich 2,5W aus. Auf der Empfängerseite konnten wir auf das mitgelieferte 10W Netzteil verzichten und das Gerät direkt mit dem USB-Port des Philips-42PFL6687K/12-TVs verbinden. Mit 4,7W Maximalverbrauch reichten die 1000mA (5W) des TV-USB-Ports vollkommen aus. 

Dies ermöglichte uns die unauffällige Anbringung des Empfängers direkt hinter dem Fernsehgerät. Die Übertragung vom rund drei Meter entfernten HTPC funktionierte trotzdem noch einwandfrei.

Vier Knöpfe gegen Dunkelheit

Sollte es bei der Einrichtung des Sets zu Problemen kommen, können die Geräte sehr einfach erneut miteinander gepaart werden. Hierfür besitzt die Empfangseinheit drei kleine Taster an der Seite. Mit diesen kann ein Menü am Fernseher angezeigt werden. Nach wenigen Tastendrücken ist hiermit eine neue Verbindung eingerichtet. Ist der passende Menüpunkt erst mal ausgewählt, muss an der Sendeeinheit nur noch der Paarungsknopf gedrückt werden. Theoretisch kann der Empfänger auch mit weiteren Sendern umgehen. Leider konnten wir die Gigabyte Sendeeinheit nicht separat im Handel finden.

Fazit: Was bleibt zu sagen?

Alles in allem hat uns das Gerät überzeugt. Die Einrichtung ging so leicht von der Hand, dass man darüber schwer mehr als zwei Sätze verlieren konnte. Unterschiede bei der Bild-Qualität konnten wir mit bloßem Auge nicht feststellen. Einzig das Kabel des mitgelieferten USB-Netzgerätes passte nicht so recht zu dem ansonsten sehr edel wirkenden Set. Der Gigabyte SkyVision-HDMI Transmitter ist eine wunderbare Full-HD-Übertragungslösung für das kabellose Heimkinosystem. Das System ist stromsparend, gut verarbeitet und tut was es tun soll. Dies honorieren wir mit unserem Approved-Award. Wir können es ohne Einschränkung empfehlen.

 

Smarthelpers Approved-Award

 

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Letzte Änderung am Sonntag, 24 Januar 2016 21:12
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Fabian Richter

Fabian Richter ist ein Technikverrückter der ersten Stunde. Die Kombination aus einem Studium der technischen Informatik mit der früheren Ausbildung zum Anlagenmechaniker ermöglicht ihm eine ganzheitliche Sicht auf nahezu alle Bereiche der Technik. In den letzten Jahren war er im Bereich der Hardwareentwicklung und der technischen PR tätig...

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